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Finanzielle Veränderung im Alter

Finanzielle Veränderung

Mit der Pensionierung stehen Sie vor einem neuen Lebensabschnitt. Eine grosse finanzielle Veränderung. Durch die Aufgabe Ihrer Erwerbstätigkeit haben Sie so viel Freizeit und Freiheit bei der Einteilung Ihres Alltags wie nie zuvor. Da Ihr bisheriges Erwerbseinkommen wegfällt und nur teilweise durch Renteneinnahmen kompensiert wird, bringt die Pensionierung aber auch finanzielle Veränderungen mit sich.

Ziel der staatlichen und beruflichen Vorsorge ist es, rund 60 % des ehemaligen Erwerbseinkommens zu ersetzen. Durch die Abnahme dieser Ersatzquote bei Erwerbseinkommen über 85 000 Franken können erhebliche Vorsorgelücken entstehen. Ein einfaches Budget schafft Übersicht über die erwarteten Einnahmen und Ausgaben. Zudem dient das Budget als Grundlage für die anstehenden Entscheidungen im Rahmen der Pensionierung.

Einnahmen

Einerseits ist das Einkommen aus der gesetzlichen Vorsorge bedeutend tiefer als das letzte Erwerbseinkommen. Das Ziel der Renten aus der 1. und 2. Säule ist es, 60 % des letzten versicherten AHV-Lohns zu ersetzen. Dieses Ziel wird jedoch nur bis zu einem Jahreseinkommen von rund 85 000 Franken erreicht. Mit zunehmendem Einkommen sinkt die Ersatzquote. Bei einem Einkommen von 130 000 Franken liegt sie bei rund 40 % (siehe Grafik). Die daraus entstehenden Vorsorgelücken müssen durch den überobligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge und die Privatvorsorge in der 3. Säule gedeckt werden.

Andererseits sind viele Rentnerinnen und Rentner zum ersten Mal im Leben mit hohen verfügbaren Bargeldbeträgen konfrontiert. Sei dies aus einer Kapitalauszahlung aus der beruflichen oder privaten Vorsorge, einem Unternehmensverkauf oder einer Erbschaft.

Budgetplanung und die finanzielle Veränderung

In einem ersten Schritt ist es daher von zentraler Bedeutung, diese veränderte finanzielle Situation zu verstehen. Dafür hilft ein persönliches Budget. Wir empfehlen Ihnen, eine Übersicht aller Einnahmequellen und Ausgabeposten zu erstellen. Bei den Ausgaben sollten Sie sich Gedanken über den persönlichen Bedarf machen und erwartete Veränderungen in der Gestaltung des Lebensalltags in die Planung miteinbeziehen.
Stellen Sie nun die erwarteten Einnahmen und Ausgaben gegenüber, erkennen Sie einen resultierenden Vorsorgeüberschuss oder eine entsprechende Vorsorgelücke.
Damit können Sie abschätzen, welcher Anteil Ihrer verfügbaren Vermögenswerte über die verbleibende Lebensdauer als zusätzliche Einkommensquelle dienen soll. Den übrigbleibenden Teil Ihres Vermögens können Sie dann entweder als Kapitalpolster oder als Vermächtnis an die nächste Generation frei anlegen.

Anlageziel festlegen nach der finanziellen Veränderung

Entsprechend der Budgetplanung gilt es das Anlageziel für das verfügbare Vermögen zu bestimmen. Ein Teil soll beispielsweise als zusätzliche Einkommensquelle dienen und dafür eine feste monatliche Auszahlung über einen möglichst langen Zeitraum generieren. Der zweite Teil hingegen soll in erster Linie als Kapitalpolster dienen und idealerweise als Vermächtnis an die nächste Generation erhalten bleiben. So unterschiedlich wie diese Ziele sind, sind auch die Anlagelösungen, welche sich für die entsprechenden Teile des Vermögens eignen. Unabhängig davon gibt es aber zwei Faktoren, die bei einer Vermögensanlage immer berücksichtigt werden sollten.

Stabilität und Flexibilität bestimmen die Anlagestrategie

Bei der Bestimmung der Anlagestrategie gilt es das richtige Verhältnis zwischen eingegangenem Risiko und erwarteter Rendite zu finden. Für die Bestimmung des persönlichen Risikoprofils ist nicht nur die Risikobereitschaft entscheidend, sondern auch die finanzielle Risikofähigkeit. Die Risikofähigkeit bestimmt sich daraus, wie viel Schwankung der Vermögenswerte eine Person aufgrund ihrer finanziellen Verhältnisse verkraften kann. Rentner mit einer komfortablen Vermögenssituation haben aufgrund ihrer höheren Risikofähigkeit ganz andere Anlagemöglichkeiten als jene, die ein striktes Budget befolgen müssen. Das Risiko / Rendite-Verhältnis bestimmt die Stabilität der Anlage. Umso höher das eingegangene Risiko, desto höher die erwarteten Schwankungen. Für die Bestimmung des passenden Risiko / Rendite-Verhältnisses gilt es auch das Anlageziel zu berücksichtigen. Soll beispielsweise eine feste monatliche Auszahlung generiert werden, ist Stabilität von zentraler Bedeutung. Unabhängig vom Bedürfnis nach Stabilität ist Flexibilität für jeden Anleger, der die Pensionierung erreicht hat, wichtiger denn je. Insbesondere durch das zunehmende Risiko gesundheitlicher Beeinträchtigungen können sich die finanziellen Bedürfnisse nach der Pensionierung sehr schnell und unerwartet ändern. Daher ist es wichtig, dass die Anlageziele flexibel der sich verändernden Lebenssituation angepasst werden können und das Vermögen jederzeit frei bezogen werden kann.

Identifikation der passenden Anlagelösung

Entsprechend gilt es bei der Vermögensanlage nach der Pensionierung eine Anlagelösung zu finden, welche nicht nur dabei hilft das persönliche Anlageziel zu erreichen, sondern auch eine möglichst hohe Flexibilität bietet. Pensionskassen verfolgen bei der Anlage der Vorsorgegelder ähnliche Ziele. Einerseits soll das Vermögen der Versicherten eine stabile Wertentwicklung aufweisen, andererseits gilt es genügend Flexibilität zu haben, um die Renten- und Kapitalverpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Welche Lösung am besten zu einem passt, hängt jeweils von der persönlichen Situation ab.

Umgang mit der veränderten Situation

  • Budget festlegen
  • Anlageziel kennen
  • Investitionen richtig tätigen

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